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Larry Young, ein weiterer, aber deutlich jüngerer Organist, stand weniger für das sogenannte Blues-, Gospel- und R&B- inspirierte Rare-Groove Ding als für den modalen Ansatz eines John Coltrane. Seine Riffs und Phrasen waren clean, basierten auf dem modalen Konzept von Miles Davis und bezogen sich weniger offensichtlich auf den Blues.

In ihm fand Grant Green einen inspirierenden Partner für die künstlerisch ambitioniertere, modernere Seite seiner Musik. Hörbare Belege hierfür sind die Aufnahmen "Into Somethin'" und "Street Of Dreams" aus dem Jahr 1964. Man hört deutlich den Versuch beider Künstler, ihre Vorstellung eines zeitgenössischen Sounds zu verwirklichen. Hier finden wir z. B. neben Latin Jazz - und modalen Formen auch 5/4 Rhytmen.

Absolute Höhepunkte in Grand Greens Werk der ersten Hälfte der 60er Jahre sind jedoch die Alben Solid und Idle Moments. Diese Aufnahmen sind wahre Klassiker und haben wahrscheinlich schon bei den damaligen Jazz Fans einen starken Eindruck hinterlassen. Grant ist bestens aufgelegt, absolut inspiriert, swingt mit teils enormen Drive. Außerdem hat er seine wahrscheinlich namhaftesten Besetzungen im Aufnahmestudio. Auf Idle Moments (1963) wirken neben dem Tenorsaxophonisten Joe Henderson, der Vibraphonist Bobby Hutcherson, Duke Pearson am Piano, Bob Cranshaw am Bass sowie der Drummer Al Harewood. Für Solid konnte er neben Joe Henderson, Bob Cranshaw und James Spaulding, mit dem Pianisten McCoy Tyner und den Drummer Elvins Jones zwei echte Stars verpflichten. Beide aus der Band von John Coltrane.

Nach seiner Rückkehr zu Blue Note schien Green wie verwandelt. Die musikalischen Einflüsse von Motown und James Brown waren nicht zu überhören. Grant Green wollte ebenso wie Miles Davis das breite schwarze Publikum erreichen und orientierte sich daher an den gängigen Erfolgsmustern des R&B und des Funk. Die folgenden Aufnahmen hatten außer ihrer Wurzeln in der afroamerikanischen Kultur, den Grooves und dem Soul, nichts mehr mit Grant Green's vorherigem Werk gemein. Hurt So Bad on Carryin' On sind schöne Popstücke, Grants solistische Beiträge aber eher simpel. Alive! und Live at the Lighthouse sind Funk-Alben, wie sie für die damalige Zeit typisch waren. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Auf dieser Schaffensphase gründet sich jedenfalls sein bis heute anhaltender Erfolg.


Green Sound

Für den charakteristischen Sound von Grant Green sind, neben seiner individuelles Spieltechnik, zwei Faktoren ausschlaggebend: seine Gibson-, bzw. Epiphone- Gitarren und sein Gibson Verstärker.

Von den späten 50er Jahren bis Mitte der 60er Jahre spielte Grant Green eine Gibson ES-330. Diese Gitarre sieht aus wie die berühmte ES 335, hat aber einen größeren Resonanzkörper und Singlecoil Pickups.

Außerdem setzte er eine Gibson L7, abgebildet auf dem Cover von Idle Moments und eine Epiphone Emperor aus den frühen 40er Jarhern ein. Als Gitarrenverstärker benutzte er einen Gibson LP 12 Amp.

 
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